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Volksbank Breisgau-Markgräflerland startet öffentliches WLAN in vier Städten

In den nächsten Monaten will das Kreditinstitut in Bad Krozingen, Müllheim, Neuenburg und Breisach kostenloses Surfen möglich machen. Dadurch soll auch die regionale Wirtschaft gestärkt werden.

In den nächsten Monaten will die Volksbank Breisgau-Markgräflerland in vier Städten der Region das erste übergreifende örtliche WLAN starten. Es geht aber nicht nur um kostenloses Surfen. Die Volksbank will mit der offenen regionalen Online-Plattform “Online2local” Banken, Einzelhandel, Gewerbe und Tourismus vernetzen und so die regionale Wirtschaft stärken. Neben Bad Krozingen, Müllheim und Neuenburg gehört auch Breisach zu den ausgewählten Städten. In der Sitzung des Breisacher Gemeinderats stieß das Projekt auf ein sehr positives Echo.

Ein Ziel des auf zunächst fünf Jahre angelegten Projektes ist die Stärkung des lokalen Handels, der vielfach unter dem Onlinehandel zu leiden hat. Mit “Online2local” sollen Kunden zurückgewonnen werden. Es gehe der Volksbank um lokale Wirtschaftsförderung, erklärte Ron Spelt, der Geschäftsführer der eigens zu diesem Zweck gegründeten Breisgau-Markgräflerland Medien GmbH, die das öffentliche WLAN betreibt. Der Gesellschaft gehören die Volksbank Breisgau-Markgräflerland und die Firma Adimals aus Bad Krozingen an. Adimals ist für den technischen Support zuständig.

Bank investiert 1,8 Millionen Euro

“Online2local” soll als High-End-WLAN Menschen, Unternehmen und Attraktionen vernetzen und der Region Wettbewerbsvorteile in der immer härter werdenden Konkurrenz mit Online- und Direkt-Business verschaffen. 1,8 Millionen Euro investiert die Volksbank laut Spelt in das Projekt, das in den vier Städten mit insgesamt rund 60 Access-Points an den Start geht. In Breisach werden 13 Hotspots im Innenstadtbereich eingerichtet – bei der Volksbank am Bahnhof, am Neutorplatz und in der Neutorstraße, in der Rheinstraße, am Gutgesellentorplatz, am Marktplatz, in der Rheinuferstraße und auf dem Münsterplatz. Die Infrastruktur soll laut Spelt in zwei Monaten stehen.

Fraktionen begrüßen das Vorhaben

Er hofft auf eine rege Beteiligung der Einzelhändler und Gewerbetreibenden, die sich auf der digitalen Plattform “Online2local” kostenlos präsentieren können. Das WLAN stehe den Partnern auch später für den gemeinsamen Ausbau zur Verfügung. Dabei handele es sich aber nicht um einen großen Onlineshop, sondern die Informationen würden im Dialog mit den Protagonisten entwickelt und seien spezifisch auf den jeweiligen Ort abgestimmt. Wer sich bei “Online2local” einloggt, erhält beispielsweise Informationen zur örtlichen Gastronomie, zu den Geschäften oder zu touristischen Angeboten. “Gute Leistung reicht nicht, es geht auch darum, dort zu sein, wo sich der Konsument mit seinem Smartphone aufhält”, erklärte Spelt.

Stadtteile sind noch nicht dabei

“Es geht darum, kleine Betriebe so gut wie möglich zu unterstützen”, begrüßte Hans-Peter Geppert (CDU) das Projekt. “Wir hatten schon angeregt, in der Innenstadt kostenloses WLAN einzurichten”, erklärte Jürgen Langer. Der ULB-Stadtrat forderte , auch die Richard-Müller-Straße bei “Online2local” zu integrieren. Wenn das Projekt ein Erfolg werde, könne man nachjustieren. Jetzt sei das Budget erst einmal verteilt, erklärte Spelt. “Wir fangen dort an, wo sich viele Menschen aufhalten”, entgegnete er auf die Kritik von Gustav Rosa (SPD), der bemängelt hatte, dass die Ortsteile nicht miteinbezogen wurden. Im Übrigen ersetze “Online2local” keine heimischen DSL-Anschlüsse.

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