Spatenstich
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Koordinierte Bauarbeiten für ein Jahr

Erneuerung der Wasserleitung und Breitband- und Stromleitungsverlegung in Burgunderstraße starten.

Die Anlieger der Burgunderstraße sowie alle Verkehrsteilnehmer, welche die Ortsdurchfahrt in Rheinweiler nutzen, müssen rund ein Jahr, also etwa bis Oktober 2020, mit Bauarbeiten leben. Dafür allerdings bekommt die Infrastruktur  ein richtiges “Upgrade”, sprich eine bedeutende Modernisierung steht an.

Der Spatenstich für das Vorhaben, das unter anderem die Erneuerung der Wasserleitung vorsieht,  fand symbolisch auf dem Firmengelände des Malerbetriebs Giesel  an der Burgunderstraße statt. Die Baustelle wird am heutigen Dienstag, 8. Oktober, eingerichtet.

Die teilweise mehr als  60 Jahre alte Wasserleitung, die sich bisher aus verschieden alten Systemen zusammensetzt, wird auf einer Länge von 720 Metern erneuert. Im Rahmen dieser Arbeiten werden Glasfaser, Strom- und Straßenbeleuchtungskabel mit verlegt oder, falls vorhanden, ausgetauscht. Die Dachständer, von denen es in Rheinweiler noch viele gibt, werden verschwinden. Die Gemeinde, der Zweckverband Breitbandversorgung im Kreis Lörrach und die ED Netze GmbH arbeiten hier zusammen. Am Schluss folgen das Abfräsen der alten und das Aufbringen der neuen Asphaltdecke seitens des Kreises, denn die Burgunderstraße ist auch Kreisstraße. Dieses Vorhaben wird durch das Straßensanierungsprogramm des Kreises abgedeckt.

Bad Bellingens Bürgermeister Carsten Vogelpohl stellte fest, dass das Projekt auch der Startschuss für die Erneuerung des Wasserleitungsnetzes in der Gesamtgemeinde ist.  Es sei wichtig, dass die Infrastruktur auf “zeitgemäßem Stand” gehalten wird.  Dass hier mehrere Arbeiten koordiniert werden können, sei der guten Zusammenarbeit der an dem Bauvorhaben beteiligten Partner zu verdanken, hob Vogelpohl hervor.  Die Bausumme, die die Gemeinde tragen wird, liegt bei rund 1,13 Millionen Euro brutto. Die Planungen liegen beim Ingenieurbüro Himmelsbach und Scheurer aus Müllheim, die ausführende Baufirma ist die Firma Knobel aus Heitersheim.

Bürgermeister Vogelpohl hätte sich gewünscht, dass die Bauarbeiten auf ein halbes Jahr terminiert werden können. Manfred Knobel aber hielt dies für utopisch. Angesichts des Verkehrsaufkommens auf der Kreisstraße, die nicht komplett, sondern immer abschnittsweise halbseitig mit einer Ampelregelung  gesperrt wird, sei eine kürzere Bauzeit nicht möglich, so Knobel.

Daniel Obermeier als Leiter Bau Ortsnetze vom Energiedienst (ED Netze)  erläuterte, dass dies sowohl für den Energieversorger als auch für den Zweckverband Breitband eine tolle Gelegenheit sei, Arbeiten koordinieren zu können.  Dank der mittlerweile “eheähnlichen Verhältnisse” mit dem Zweckverband, wäre es fatal gewesen, wenn man hier nicht die Gelegenheit ergriffen und das Ersetzen von Freileitungen durch ein leistungsfähiges Erdkabelnetz in Angriff genommen hätte.  Für die Anwohner, mit denen man immer Absprachen treffen wolle, bedeuteten die Arbeiten erst einmal Unannehmlichkeiten. “Aber die sind meistens dann überzeugt mit dabei, wenn es um das Thema Breitbandausbau geht”, äußerte sich Obermeier  zuversichtlich.

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