Spatenstich
Zeitung

Kinder stehen im Fokus

Betreuungsplätze für rund 150 Kindergartenkinder werden künftig in der kleinen Winzergemeinde Auggen insgesamt gebraucht. So entsteht nun ein Erweiterungsbau beim Kindergarten Vogelnest, der neben zwei weiteren Gruppenräumen, sanitären Anlagen, Schlafräumen und Funktionsräumen auch Platz für die Erzieherinnen bieten soll. Zwei Millionen Euro soll das Projekt kosten. Jetzt war offizieller Spatenstich.

Für den großen Bedarf an Betreuungsplätzen für Kindergartenkinder hatte Bürgermeister Fritz Deutschmann eine einfache und augenzwinkernde Erklärung: “Die Auggener sind halt sehr fruchtbar.” Doch immerhin geht es bei einer Zahl von 2800 Einwohnern um 150 Kinder, die im künftig Kindergarten betreut werden müssen. Bisher sind es rund 120. Die junge Bevölkerungsschicht wächst also deutlich, so dass jetzt schon eine Enge im Kindergarten Vogelnest herrscht.

Bis der Anbau bezugsfertig sein wird, werden Container im Innenhof der Betreuungseinrichtung aufgestellt werden, in denen 16 Kinder untergebracht werden können. Schon heute hat der Kindergarten sechs Gruppen für Kinder unter und über drei Jahren, berichtete Bürgermeister Deutschmann. Zwei von diesen Gruppen sind der Betreuung von Kindern unter drei Jahren vorbehalten.

Sobald auch offiziell die Baugenehmigung vorliegt, können die Bauarbeiten Fahrt aufnehmen. Und sobald die Erweiterung genutzt werden kann, wird nach den Worten Deutschmanns die Betriebserlaubnis auf rund 150 Kinder erhöht werden. Doch bereits heute haben die 22 beschäftigten Betreuungskräfte alle Hände voll zu tun. Mit der Fertigstellung rechnen die Gemeindeverwaltung und das Kindergartenteam zum Kindergartenjahr 2020/2021. Bauherr und Grundstückseigentümerin ist die Gemeinde Auggen, Träger der Betreuungseinrichtung ist die evangelische Kirche.

Bei kalkulierten Baukosten von etwa zwei Millionen Euro rechnet die Gemeinde mit entsprechenden Zuschüssen. “Aus dem Ausgleichsstock und über die Fachförderung kommt der größte Teil. Die Kirche wird ebenfalls einen Zuschuss gewähren. Der Bescheid liegt allerdings noch nicht vor”, berichtete der Bürgermeister.

Pfarrer Gernot Schulze-Wegener bestätigte, dass der kirchliche Zuschuss bereits mündlich zugesagt sei. Insgesamt soll das Projekt “Erweiterung Vogelnest” mit 740 000 Euro gefördert werden, rechnete Deutschmann die einzelnen Positionen zusammen, so dass sich der Eigenanteil der Gemeinde erwartungsgemäß auf unter 1,3 Millionen Euro reduzieren soll.

Bei dem Erweiterungsgebäude handelt es sich um ein zweigeschossiges Gebäude mit einem Schleppdach wie es bereits am Bestandsgebäude vorhanden ist. Die Nettonutzfläche gibt Architekt Thomas Schramm mit 371 Quadratmetern an. Neben den beiden Gruppenräumen und verschiedenen Funktionsräumen entsteht auch ein Mehrzweckraum. Angeschlossen wird die Erweiterung über einen von Schramm als Verbindungsbrücke bezeichneter Zwischenbau. Das Obergeschoss des Anbaus steht über und erhält große Fensterflächen. Auch durch die Farbgebung will der Architekt Akzente setzen und das künftige Gesamtgebäude etwas untergliedern.

Die Spielflächen im Außenbereich werden entsprechend angepasst. Im Zuge der Arbeiten am Anbau sollen auch einige weitere Stellplätze für Autos geschaffen werden, um die Parksituation im angrenzenden Wohnquartier zu entschärfen. Außerdem, so berichtete Bürgermeister Deutschmann, soll die Verkehrsführung optimiert werden, um die An- und Abfahrt leistungsfähiger zu gestalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.