Gemeinderat_BadBellingen
Gemeinderat

Die Gemeinde gemeinsam voranbringen

Der neue Bad Bellinger Gemeinderat hat sich konstituiert: Zehn neue Räte wurden verpflichtet, neun verabschiedet / Gremium ist um einen Sitz gewachsen.

Zehn neue Gemeinderäte wurden in Bad Bellingen von Bürgermeister Carsten Vogelpohl verpflichtet. Neun Gemeinderäte sind ausgeschieden und wurden mit lobenden Worten und Geschenken seitens der Gemeinde verabschiedet. Das neue Gremium, das um einen Sitz gewachsen ist, setze sich, so Vogelpohl, aus verschiedenen Berufsgruppen, aus jungen und älteren Räten, aus Gemeinderäten mit Erfahrungen und denen, die frischen Wind brächten, zusammen. Der Rathauschef wünschte sich für die kommenden fünf Jahre eine konstruktive und faire Zusammenarbeit im Sinne der Bürger.

Verabschiedet wurden Sven Baßler, Philip Dahm, Elmar Höferlin, Bernhard Sutter (je fünf Jahre Mitglied im Gemeinderat), Ulrich Höferlin, Mike Hößle (je zehn Jahre Mitglied im Gemeinderat), Doris Heitz (15 Jahre Mitglied im Gemeinderat), Sonja Fredrich und Frank Fuchs (je 20 Jahre Mitglied im Gemeinderat).

Vogelpohl würdigte alle ausscheidenden Gemeinderatsmitglieder mit persönlichen Worten. Er bedauerte dabei, dass viele Räte zu den Gemeinderatswahlen gar nicht mehr angetreten waren. Sven Baßler allerdings “ist leider den Tücken der unechten Teilortswahl zum Opfer gefallen”, erinnerte Vogelpohl. Baßler, von Beruf Verkaufsberater, habe sich für die Belange Rheinweilers engagiert und sich besonders für Interessen der Jugend aber auch für den Bestand des Wegenetzes eingesetzt. Vermissen werde er auch den “unternehmerischen Blick” von Thomas Sutter auf viele Gemeindeentscheidungen, fuhr Vogelpohl fort. Über Elmar Höferlin, Maschinenbaumechanikermeister, sagte der Bürgermeister: “Seine ruhige, offene Art und der fachliche Blick auf landwirtschaftliche Themen werden fehlen.” “Einen ganz besonderen Dank für die faire und offene Zusammenarbeit, Sie waren ein kritischer und konstruktiver Gemeinderat”, sagte Vogelpohl zu Philip Dahm, Diplom Ingenieur im Weinbau Dahm, der nicht wieder angetreten war. Auch Winzermeister Ulrich Höferlin hatte nicht mehr kandidiert, er sei ein Fachmann für Ausgleichsmaßnahmen, Landwirtschaft, Siedlungspolitik und Flächenverbrauch gewesen, lobte der Rathauschef. Mike Hößle als Bankbetriebswirt habe stets den Finanzbereich der Gemeinde mit Augenmaß wahrgenommen, auch er habe das Gremium auf eigenen Wunsch verlassen, bedauerte Vogelpohl.

Doris Heitz habe sich als Bürgermeisterstellvertreterin in der “bürgermeisterlosen Zeit” über die Maßen verdient gemacht. Es sei schade, dass sie nicht mehr kandidiert habe, “aber ich weiß, dass Sie wegen der Familie und auch wegen einer beruflichen Neuorientierung die Entscheidung gefällt haben”, sagte Vogelpohl.

Sonja Fredrich als Hotelfachfrau habe sich insbesondere für viele Hertinger Interessen und die Jugend eingesetzt, fuhr der Bürgermeister fort. Fredrich und Frank Fuchs hatten auch nicht mehr kandidiert. Fuchs werde ebenfalls eine große Lücke reißen, was seine Kenntnisse im Aufsichtsrat der Bade- und Kurverwaltung, bei der Entwicklung des Thermalbades und auch als Streiter für Belange der Vereine angehe. “Vielen Dank für Ihre großartige Tätigkeit”, schloss Vogelpohl.

Dem neuen Gemeinderat gehören nun für die Freien Wähler Wolfgang Müller, René Schladerer, Karl Schlager (alle Kernort), Lisa Hugenschmidt, Thomas Gerspacher (beide Rheinweiler), Daniel Billich (Bamlach), Andreas Großhans und André Kammüller (beide Hertingen) an, für die CDU/Unabhängige Wolfgang Schwab, Niclas Heitz (beide Kernort), Dorothea Dosenbach, Emil Schilling (beide Rheinweiler), Monika Morath (Bamlach), Andreas Hubrich (Hertingen ) und für die SPD Roswitha Grub (Kernort) und Silvia Heitz (Bamlach). Mit ihnen sei eine erste individuelle Sitzung abgehalten worden, bei der über wichtige Themen informiert wurde, sagte der Bürgermeister.

Über große Themen müsse künftig entschieden werden, darunter die Maßnahmen im Rahmen der IBA Basel, die Erneuerung der Halle in Bamlach, der Hochwasserentlastungskanalbau, die Entwicklung und Modernisierung der Therme und mögliche neue Baugebiete, zählte Vogelpohl auf. Er freue sich auf die Zusammenarbeit und wünsche sich, dass man die Gemeinde gemeinsam voranbringt, sagte er.

Silvia Heitz begrüßte als bereits erfahrene Gemeinderätin auch im Namen von Monika Morath die Neuen am Ratstisch. “Ich wünsche mir, dass fraktionsübergreifend gute Beschlüsse mit Blick auf die Zukunft gefasst werden, aber auch, dass eine Stimmenthaltung bei Entscheidungen die Ausnahme sein soll”, sagte sie. Damit verbunden sei, dass man seine Entscheidungen demokratisch und nicht angstbesetzt vertreten solle, gab Heitz als Hinweis mit auf den Weg.

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