Bahnstrecke bei Auggen
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Die Deutsche Bahn informiert weiter

Neuer Infopunkt zur Rheintalbahn am Bahnhof eröffnet.

Die Deutsche Bahn hat an ihrem Haltepunkt in Auggen einen Infopunkt installiert, der Auskunft gibt über den Ausbau der Rheintalbahn allgemein, vor allem aber natürlich im Abschnitt zwischen Auggen und Müllheim. Dort sind die Bauarbeiten in vollem Gang und – laut Auskunft der Bahnvertreter – auch im Plan. 2025 sollen die Arbeiten an dem sechs Kilometer lange Planfeststellungsabschnitt 9.0 beendet sein, der dann an den bereits fertiggestellten Abschnitt im Süden angeschlossen wird. In einem knallroten, jederzeit zugänglichen Container, nur wenige Schritte von den Auggener Bahnsteigen entfernt, sind Infowände und Monitore untergebracht, an denen sich Bürger und Reisende über verschiedene Aspekte des Rheintalbahnausbaus informieren können.

Eitel Sonnenschein herrschte bei der offiziellen Einweihung – und das nicht nur bezüglich des Wetters. Dass die Planungen dieses Abschnitts durch die Bahn von einem heftigen, jahrelangen Protest begleitet wurden und bis heute viele Bürger damit hadern, dass das dritte und vierte Gleis nicht, wie weiter nördlich geplant, tiefer gelegt wird, war an diesem Freitagvormittag nicht zu spüren. Sowohl Auggens Bürgermeister Fritz Deutschmann als auch Stefan Lauber, DB-Projektleiter für den Planfeststellungsabschnitt 9.0, betonten die derzeit konstruktive Zusammenarbeit, nicht zuletzt bei den heiklen Fragen des Lärmschutzes.

In Auggen werden im Bereich der heutigen Rheintalbahntrasse die Gleise für die Neubaustrecke verlegt, auf denen dann die Züge des Fern- und Güterverkehrs Richtung Katzenbergtunnel rauschen sollen. Direkt daneben, Richtung Westen, liegen dann die Gleise für den Nahverkehr, und auch der eine oder andere Güterzug wird wohl noch auf dieser Trasse durch die Klotzengemeinden unterwegs sein. Die neuen, 210 Meter langen Bahnsteige werden über Rampen barrierefrei erschlossen, die heutige Fußgängerbrücke verschwindet.

Deren Unterkante markiert übrigens in ungefähr die geplante Höhe von rund 6,50 Meter der künftigen Schallschutzwände im Bereich des Auggener Bahnhofs. Nördlich und südlich davon soll die Höhe der Wände dann abgestuft werden. Vor allem die Lärmschutzbauwerke waren Gegenstand heftiger Diskussionen; zwischenzeitlich waren Galerie-Bauwerke von 7,50 Metern Höhe und mit einer teilweisen Überdeckelung der Trasse im Spiel. Unter Zuhilfenahme von “innovativen” Schallschutzmaßnahmen, wie etwa Resonatoren, könne man auf derart hohe und massive Wände verzichten, meinte Stefan Lauber. Bezüglich der optischen Ausgestaltung der Schallschutzwände hat die Bahn auch einen Bürgerbeteiligungsprozess gestartet.

Für Auggens Bürgermeister Fritz Deutschmann sind das zufriedenstellende Perspektiven, zumal sein Ort dann einen sehr weitgehenden Lärmschutz erhalte, so Deutschmann. Der über die gesetzlichen Vorgaben gehende Vollschutz werde es den Bürgern ermöglichen, auch bei offenem Fenster ruhig zu schlafen. Wichtig ist dem Gemeindeoberhaupt auch die Verbesserung des Schienennahverkehrsangebots, das mit dem Ausbau der Rheintalbahn einhergehen soll. Statt heute 39 Zugabfahrten pro Tag in Auggen sollen es künftig 55 sein. Stefan Lauber warf bei der Gelegenheit auch den Blick nach Müllheim – ebenfalls im Abschnitt 9.0: Dort werden in dem neu gestalteten Bahnhof 116 Zughalte erwartet, gegenüber 80 heute.

Zeitlich sehr viel näher liegen indes die Abschlüsse bereits laufender Bauarbeiten. So soll etwa die neue Bahnbrücke im Zuge des Fischerpfads im Süden von Auggen Ende des Jahres fertig sein, dann beginnt die Demontage der heutige Überführung. Die Arbeiten an der Kleinfeldele-Brücke im Norden werden noch bis September 2020 andauern. Die Arbeiten zur Verlegung der Rheintalbahn und zur Umgestaltung des Auggener Haltepunktes sollen in Kürze starten.

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