Zeitung

Der Hela-Baumarkt in Müllheim wird jetzt erweitert

Der offizielle Spatenstich zur Erweiterung des Müllheimer Hela-Baumarktes fand am Donnerstag, 1. August, statt. Der Parkplatz wird verlegt und der Markt neu gestaltet.

Der Startschuss für das derzeit größte Einzelhandelsprojekt in Müllheim ist gefallen: Vertreter der Firma Globus, der Stadt und der Baufirma Knobel haben am Donnerstag den offiziellen Spatenstich zur Erweiterung des Hela-Baumarkts gefeiert, der nach dem Umbau unter dem Namen Globus weiterfirmieren wird. Kernstücke des Projekts sind eine deutliche Erweiterung der Verkaufsfläche und die Vergrößerung und Verlegung des Parkplatzes auf die Südseite des Marktes.

Investition von rund 15 Millionen Euro

Die Verkaufsfläche soll von heute 8.000 auf 14.000 Quadratmeter erweitert werden, rund 380 Pkw-Stellplätze soll der neue Parkplatz bieten – im Gegensatz zu etwa 200 nach heutigem Stand. Wie Franz-Josef Reiner, geschäftsführender Prokurist des Globus Mitarbeiter Fonds, der das Projekt federführend betreut hat, in seinen einleitenden Worten ausführte, geht es bei der Baumaßnahme weniger um eine Erweiterung des Sortiments als vielmehr darum, dieses künftig deutlich kundenfreundlicher und großzügiger präsentieren zu können. Die heutige Situation des Baumarktes ist sowohl mit Blick auf den Parkplatz als auch im Markt selbst ziemlich beengt.

Die Pläne sehen vor, auf dem heutigen Parkplatz den Markt zu erweitern und den neuen Parkplatz auf der Freifläche im Süden anzulegen. Damit einher geht sozusagen eine Drehung des Marktes um 180 Grad. Die Zufahrt zu den neuen Parkflächen wird über die Lörracher Straße erfolgen, eine Erschließung direkt über die B 3 hätte möglicherweise zu Problemen auf dieser wichtigen Verkehrsachse geführt und wurde nicht genehmigt. Globus beziffert die Investitionskosten auf insgesamt rund 15 Millionen Euro. Zu den heute rund 110 Mitarbeitern könnten laut Schätzung von Marktleiter Thomas Raffler nach der Erweiterung nochmal 30 bis 40 dazukommen. Bis Ende 2020 soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein, die Franz-Josef Reiner als „Operation am offenen Herzen“ bezeichnete – denn der Markt soll während der gesamten Bauzeit geöffnet bleiben.

Reiner schlug einen Bogen zur Geschichte der Firma Globus, die vor bald 200 Jahren mit einer Kolonialwarenhandlung begann, um auf die Besonderheiten des Familienunternehmens einzugehen, insbesondere was dessen Formen der Mitarbeiterbeteiligung angeht. Dazu gehört unter anderem auch, dass Globus-Mitarbeiter sich an der hauseigenen Immobilienfirma beteiligen können, der auch in Müllheim der Markt gehört.

Laut Bürgermeisterin ist der Baumarkt ein Magnet

Diese Konstellation habe die nun gestartete Erweiterung überhaupt erst möglich gemacht, erläuterte Reiner, nachdem der Markt 2007 einem niederländischen Fonds abgekauft wurde. 2008 übernahm Globus die Hela-Baumarkt-Kette, und schon damals begannen die ersten Gespräche mit der Stadt Müllheim bezüglich einer Erweiterung – zunächst jedoch ohne weitergehendes Ergebnis. Schwung kam dann ab etwa 2015 in die Angelegenheit, und ab da lief es relativ zügig. Im März 2017 verabschiedete der Gemeinderat den nötigen Bebauungsplan „Untere Wangen“, Ende 2018 erhielt Globus die Baugenehmigung. Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich erinnerte daran, dass dennoch eine Vielzahl an Verfahrensschritten abzuarbeiten war, auch wenn es zunächst so aussehe, als handele es sich bei dem ebenerdigen Wiesengelände am Südrand der Stadt, wo nun der neue Globus-Parkplatz entstehen soll, um eine unkompliziert zu bebauende Fläche.

Geklärt werden mussten indes unter anderem städtebauliche Aspekte, schließlich, so führte die Bürgermeisterin aus, liege das Gelände direkt am südlichen Ortseingang und sei damit auch so etwas wie eine Visitenkarte für die Stadt. Und so wurde etwa über die Gestaltung von Architektur und Werbeflächen durchaus hart verhandelt, deutete Siemes-Knoblich an. Einen Ausgleich zwischen städtischen Interessen und den Interessen des Investors galt es auch zu finden bezüglich des Sortiments, das möglichst wenig in Konkurrenz zum innerstädtischen Einzelhandel treten soll. Schließlich waren auch technische und ökologische Belange zu berücksichtigen. Das Gelände liegt in einem Wasserschutzgebiet, entsprechend müssen hier bei der Überbauung Vorkehrungen getroffen werden. Für das Bauvorhaben wurden dem Ökokonto der Stadt 6.000 Quadratmeter abgebucht, als Ausgleich sollen rund 20.000 Quadratmeter Waldfläche ökologisch aufgerüstet werden.

In allen Fragen habe man gute Übereinkünfte erzielt, freuten sich Siemes-Knoblich und Franz-Josef Reiner. Der Hela-Markt sei schon heute ein großer Magnet für Müllheim und die Raumschaft, mit der Erweiterung werde auch die Zentrumsfunktion der Stadt gestärkt, meinte die Bürgermeisterin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.